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BeitragVerfasst: Mi 18. Okt 2006, 11:18 
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Obwohl die nachfolgend beschriebenen Terrassen von Objekten stammen, die zu WEIT überdurchschnittlichen Preisen veräußert wurden, hielt man vermutlich eine Bauleitung für entbehrlich - schließlich wurden doch renomierte Unternehmen beauftragt (die es zwischenzeitig leider nicht mehr gibt). Auch der Bauträger hat sich rechtzeitig "vom Acker" gemacht. So bleibt ein Bauzustand zweier, gerade 10 Jahre alter Häuser, bei dem man nicht weiß wo man anfangen soll zu sanieren.

Angefangen hat es mit einem Anruf der Haus- und WEG-verwaltung. In einer Wohnung würden sich Feuchteschäden im Deckenrandbereich zeigen. Wir haben dann zunächst die darüber liegende Terrasse im Verdacht gehabt. Nach einigen Messungen der Feuchte auf der zugänglichen Unterseite der Balkonplatte wurde unser Verdacht bestätigt : deutlich erhöhte Feuchtewerte. Bei der nachfolgenden Terrassensanierung traten dann haarsträubende "Details" zu Tage....


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BeitragVerfasst: Mi 18. Okt 2006, 11:29 
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Aufkantungshöhen der Abdichtungsbahn (natürlich ohne Kehlenausbildung und Schleppstreifen -wie auch?) im Bereich von etwa 4 cm, einem Ablauf der faktisch weder an die Abdichtung noch an die Entwässerungsleitung angeschlossen wurde, kam auch noch eine oben abgedichtete Drainage zum Vorschein. Ok. diese war natürlich auch nicht an die Entwässerung angeschlossen - was ja auch nicht so schlimm war, schließlich war sie von oben abgedichtet ! Alles das war ja nun schon schlimm genug und wir waren uns bei so viel Unvermögen des Ausführenden sicher, die Ursache gefunden zu haben. Aber es ging weiter....


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BeitragVerfasst: Mi 18. Okt 2006, 12:29 
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Zunächst hat die den Abbruch ausführende Firma mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die pauschaliert vergebene Abbruchleistung nicht ansatzweise mit dem geplanten Aufwand ausgeführt werden mußte, denn als Werkzeug reichten Handfeger und Müllschippe. Als der Estrich zusammengefegt war trat auch hier eine Drainnagematte zu Tage, welche aber in Ermangelung jeglicher Fachkenntnis falsch herum eingebaut worden ist. Hierdurch Stand der Estrich mindestens immer bis zu den Entwässerungschlitzen im Wasser und durch die flächige Auflage der Drainagematte auf der Abdichtung wurde jegliche entwässernde Funktion außer Kraft gesetzt. Der Rückstau in der Konstruktion, mit den damit einhergehenden Gefügezerstörungen bei frosteinwirkung, war unvermeidlich. Aber auch das war noch nicht alles...

Davon allerdings in einem gesonderten Beitrag. Wir erinnern uns : Es ging ursprünglich um einen Feuchteschaden im Deckenrandbereich einer Wohnung.

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BeitragVerfasst: Mi 18. Okt 2006, 13:03 
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Nun könnte man meinen, es würde sich um einen Einzelfall handeln - das haben wir jedenfalls getan, aber war dann doch etwas zu naiv. Schon kurze Zeit nach der vorgenannten Terrasse erreichte uns ein weiterer Hilferuf. Hier beschwerte sich eine Eigentümerin darüber, dass es ständig zu Feuchteschäden in ihrem Wohnzimmer kommt. Wir haben dann zunächst Ihre Terrassentürelement von innen freigelegt und die inzwischen obligatorischen Mängel im Fenstereinbau zur Kenntnis nehmen müssen (fehlender Schutz gegen Schlagregen und Wind auf der Außenseite, fehlendem Dämmsoff im Laibungsbereich und der fehlenden Dampfsperre innenseitig). Dann wurde das Fenstertürelemant demontiert....


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BeitragVerfasst: Mi 18. Okt 2006, 13:10 
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Hier hat man sich dann nicht einmal mehr die Mühe gemacht, überhaupt eine Aufkantung als Anschluß an das Terrassentürelement herzustellen. Über die Funktionstüchtigkeit dieser Ausführung muß wohl nicht weiter referiert werden.

Die besondere Pikanterie beider Terrassenaufbauten besteht weniger in der schlechten Ausführung, sondern vielmehr in dem Umstand, dass es sich bei beiden Fehlleistungen BEREITS UM EINE SANIERUNG gehandelt hat - wie immer unbeaufsichtigt...

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