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 Betreff des Beitrags: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mo 13. Aug 2007, 00:14 
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Hallo zusammen,

seit ich durch eine alte Fotografie weiß, dass vor unserem Haus einmal ein Baum gestanden hat (leider ist nicht zu erkennen, was das für ein Baum war, es ist nur ein Ast zu sehen und das auch noch recht verschwommen), denke ich über einen Hausbaum nach. Zunächst dachte ich an eine Kastanie, dann an eine Linde oder eine Walnuss und jetzt bin ich nur noch unsicher. Diese Bäume werden mit der Zeit sehr groß und ich glaube, dass das dann nicht mehr so recht zum Haus passen würde weil der Geselle relativ nah dran stehen würde. Zwischen Haus und Grundstücksgrenze sind es gerade mal etwa 9 m, wobei der Brunnen ja auch noch dazwischen ist.

Hat jemand einen Vorschlag für einen adäquaten Baum (keine Kugelakazie oder ähnliche Modebäume), der zu einer alten Schule passt und der nicht so riesig wird?

Übrigens steht an der neuen alten Dorfschule eine riesige Kastanie, die ist jetzt ca. 60 Jahre alt. Dieses Alter erlebe ich zwar nicht mehr, aber ich möchte ja auch keinen Baum pflanzen, den unsere Erben einmal wegen der Ausmaße wieder fällen müssen.

Danke und Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mo 13. Aug 2007, 09:28 
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Bäume tendieren nun mal dazu, wachsen zu wollen. alos muss man sie, wenn sie nicht reisig werden sollen, regelmässig schneiden. Ich würde euch empfehlen, vor das Haus zwei oder auch mehr "geleitete" Bäume zu pflanzen, die man dann mit "Kandelaberschnitt" versieht. Dazu werden alle Äste und die Spitze runtergezogen und in der Horizontalen fixiert. (Die Arme müssen aussen ggf. im Anfang gestützt werden). Jeder Baum kann etwa 6-7 m Frontlinie abdecken . Die kann man dann alle zwei Jahre auf das Altholz zurückschneiden und erreicht so quasi einen statischen Baum. Nebeneffekt: Die Bäume können so sehr alt werden, ohne gigantische Ausmasse zu erreichen. Besonders geeignet dafür wären Linde (traditionell) oder Platane (etwas moderner).  Grosser Abstand vom Brunnen ist angeraten: Bäume suchen das Wasser - und finden es auch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mo 13. Aug 2007, 11:21 
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Na klar, Dietrich, Bäume wachsen, werden groß und wunderschön. Im Moment stehen wir vor der sehr schweren Entscheidung, unsere an die 15 m hohe und wohl etwa 200 Jahre alte "Gute Graue" doch fällen zu lassen. Sie trägt so gut wie gar nicht mehr und ist total verwildert. Man kann sie auch nicht mehr verjüngen, dazu ist dieser Baum einfach zu alt. Mir blutet das Herz, aber die Fällung und eine Neupflanzung dieser Sorte ist wohl die vernünftigste Entscheidung. Obstbäume werden eben in solch einem hohen Alter sehr müde. Der "Gute Graue" sagt man ein allgemeines Alter von etwa 100 Jahren nach, demnach wäre unser Baum sowieso schon total überaltert.

Zurück zum Hausbaum:
Die Linde war schon deshalb mein erster Gedanke weil sie einer meiner Lieblingsbäume ist. Aber sie sieht nur dann wirklich gut aus, wenn sie wachsen kann wie sie will und genügend Raum um sich hat. Das ist vor dem Haus leider nicht gegeben. "Erziehen" möchte ich diesen Baum nicht, ich wäre zeitlebens nicht sehr glücklich mit einer künstlich gestalteten Linde. Der Hausherr übrigens auch nicht. Platanen sind für mich reine Alleebäume und passen nicht in einen Vorgarten.

Ich habe noch einmal ausführlich gegoo... - dabei ist mir Acer platanoides - Spitzahorn `Emerald Queen` unter die Augen gekommen. Ein heimischer Baum, der eher weniger stark wächst, dabei aber auch noch an die 15 m hoch wird. Aber der Spitzahorn kommt nahezu mit allen Böden (außer sauer und zu arm) zurecht, auch mit Lehmböden wie wir einen haben: recht dicht und schwer. Außerdem entwickelt er eine breite pyramidiale Krone, geht also nicht gar zu sehr in die Breite wie andere Laubbäume, und eignet sich auch als Dach für einen Sitzplatz (ich denke da an eine runde Bank). Das Laub ist beim Austrieb hellrot bis hellrosa, im Sommer glänzend dunkelgrün und im Herbst leuchtend gelb.

Vielleicht nicht ganz so üblich für einen Hausbaum vor einer alten Schule, da der Spitzahorn aber ein heimischer und recht unkomplizierter (will möglichst wenig geschnitten werden) Baum ist, denke ich ernsthaft über eine Pflanzung nach. Mal sehen, was ich sonst noch über diese Baumart herausfinde.

Falls aber noch jemand eine andere Idee hat, nur her damit.

Regnerische Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mo 13. Aug 2007, 21:58 
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Baumarten für Allee- und Vorgartenbäume haben eines gemeinsam: Die "Schnittfreundlichkeit". Ganz nachvollziehen kann ich Eure Abneigung gegen das Schneiden nicht: Letztlich besteht doch eine Hecke auch nur aus geschnittenen "schnittfreundlichen" Bäumen. Ich weiss, wovon ich rede, habe ich doch in ungeschnittener Version zwei Weissdorne (50 Jahre, Durchmesser ca. 25 cm) und eine riesige Hainbuche (25 Jahre, Durchmesser 40 cm) im Garten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mo 13. Aug 2007, 23:48 
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Nun ja, ich fühle mich nicht so sehr wohl in luftiger Höhe - schon gar nicht auf einer Leiter - und habe schon deshalb ziemliche Probleme mit dem Schneiden von Bäumen. Aber das ist es eigentlich nicht, denn für die Obstbäume muss ich ja auch jemanden engagieren denn mit einer ausgeprägten Höhenangst ist nicht zu spaßen. Mein mir angetrauter Theoretiker ist für derlei Arbeiten (leider) gänzlich ungeeignet.  ::)

Das eigentliche Problem ist der Platz. Zwischen Haus und Grundstücksgrenze haben wir an der längeren Seite, wo das Backhaus steht, knappe 9 m, zur Treppe hin sind es nur noch knappe 6 m und in der Breite (zwischen Backhaus und Treppe) sind es etwa 7 m. Dazwischen ist noch der Brunnen, ca. 1 m vor dem Haus mit 1,15 m Durchmesser. Ein gewisser Abstand zum Zaun muss auch eingehalten werden (muss ich aber erst noch erfragen). Ich denke, dass das Areal vor dem Haus zu klein ist für einen sehr hohen und breitkronigen Baum, ganz egal wie gut uns so ein Exemplar an sich gefallen würde.

Trotzdem danke für die Denkanstöße, die ja nicht falsch sind.

Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Di 14. Aug 2007, 00:17 
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Hallo Ranunkel,
deine Sorge vor großen Bäumen am Haus kann ich nicht recht nachvollziehen. Der Sinn des Hausbaumes ist es ja gerade, das Haus deutlich zu überragen und durch seine Krone zu schützen vor allen möglichen Einwirkungen extremer Wetterlagen. Das kann die Sonnenglut im Hochsommer ebenso sein wie der Orkan im Winter. Für diese Schutzfunktion muß der Baum groß sein und auch nahe am Haus stehen.

Bestimmte Bäume sind dafür besser, andere eher weniger gut geeignet. Gut finde ich neben Eiche (steht bei mir etwa 1,30 von der Traufwand) mit ihrer Pfahlwurzel auch Linde (sollte aber ruhig 4 bis 5 Meter Platz zur Hauswand haben, da sie auch sehr flache Wurzeln bildet, die Stufen und Fundament gerne mal etwas anheben), Esche (verliert zeitig und auf ein mal im Herbst die Blätter und läßt die Sonne dann gut ans Haus) und Ulme (Problem Ulmensplintkäfer), auch Ahorn ist denkbar und gelegentlich sieht man auch herrliche Buchen, auch Blutbuchen als Hausbäume.

Bei Kastanien würde ich immer auf die Windrichtung achten wegen der Bruchgefahr. Wallnuß läßt die Äste sehr hängen und unter ihr wächst wegen des Walnußlaubes nicht viel, würde ich auch nicht direkt ans Haus setzen.

Neben diesen wirklich großen Arten kommen natürlich auch die etwas kleineren Bäume in Betracht. Dazu zählen besonders alle großen Obstsorten, also Süßkirschen, Birnen und Äpfel. Wenn ihr die gut findet, könnte man sich noch mal genauer um die richtige Sorte kümmern. Zu den "Mittelgroßen" zählen aber auch die Hainbuche (im Freistand wirklich herrlich) und Rot- und Weißdorn als Bäume gezogen (die blühen üppig und duften im Frühjahr nach Honig und die Bienen freuen sich und im Herbst die Vögel an den roten Beeren). Zu dieser Gruppe zählt auch der Feldahorn und allerlei anderes wie beispielsweise der Holunder, der auch als Baum gezogen werden kann und im Alter sehr eindrucksvoll wird. Ich habe dicht ans Haus auch noch eine Trauerweide gepflanzt.

Zu eurer alten und inzwischen müden Birne: ich bin nicht so flott mit dem Ummachen, alte und allmählich sterbende Bäume (das kann seeehr lange dauern) haben auch ihren Reiz und ihre Bedeutung für den Naturhaushalt. Nutze die Birne doch als Rankhilfe für eine starkwüchsige Ramblerrose, dann ist sie auch ohne üppigen Birnenertrag noch nützlich und schön anzusehen. Auch das Morbide hat seine Berechtigung und braucht seinen Platz, spiegelt sich doch darin letztendlich auch unser Sein (weiteres dazu erspare ich mir um nicht zu sehr abzuschweifen).
Genug der Bäume, Zeit zur Nachtruhe!
Gruß aus Neuenknick von Wolfgang Riesner


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 00:02 
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Hallo Ulrike,

nach allem was ich so lese und was ich von dem Samstag bei Euch in Erinnerung habe, würde ich an Deiner Stelle auch zu einem Spitzahorn tendieren.
Spitzahorn ist ein Herzwurzler, hat also kurze flach laufende Wurzeln, die dann in die Tiefe abzweigen. Eine Birne ist ein Tiefwurzler, auch diese könntet Ihr setzen.

Eine Süßkirsche ist ein Flachwurzler, ähnlich wie Kiefern, Eichen und Co. Hier können also Schäden am Brunnen und mit viel Pech am Fundament auftreten. Die würde ich mir also ersparen.

Kastanien und alle Arten von Weiden neigen extrem zu Brüchen bei Stürmen. Das muß man so nah' am Haus wirklich nicht haben, wie Wolfgang schon geschrieben hat. So schön, wie gerade eine Kastanie als Solitärbaum wirkt, sie kann auch viel Arbeit machen.
Pappeln reagieren bei Stürmen äußerst flexibel (deswegen werden sie bei uns so häufig gepflanzt), sind aber leider auch Flachwurzler und machen zudem immensen Krach (hört sich bei großen alten Bäumen an, wie ein dicker Landregen) beim leisesten Windhauch.
Eschen wachsen ziemlich schnell (bei uns neigen sie dazu alles andere zu "ersticken") und schmeißen auch ganz gerne den ein oder anderen (allerdings dünnen) Ast.

Deswegen halte ich Spitzahorn (der sich auch nicht so fleissig aussät, wie der bei uns reichlich vorhandene Berg-Ahorn) bei Euren Grundstücksverhältnissen für die beste Wahl.

Zu unserem "Hausbaum" habe ich eine schätzungweise 200-jährige Blutbuche erklärt: ein imposanter Solitärbaum, der erst spät im August vergrünt (bis dahin bleibt er tatsächlich blutrot) und inzwischen einen Stammdurchmesser von rund 1,20 m und eine Höhe von locker 20 m hat. Allerdings ist auch die Blutbuche ein Flachwurzler, deswegen sollte auch sie mindestens 15 m vom Haus entfernt stehen. Aber: dieser Baum ist auch bei einem leichten Regenschauer ein guter "Fluchtpunkt": bis es da durchregnet, muß schon etliches runterkommen...

Monika,
mit reichlich Bäumen "gesegnet" (oder so) ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 05:20 
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Hallo zusammen,

@Wolfgang
Danke für Deine Anregungen.
Um unsere drei "Baummonster":
  • die Gute Graue mit rund 15 m Höhe, einem Stammumfang von etwa 2,50 m und einem Alter von etwa 200 Jahren
    eine gelbe Herzkirsche, ebenfalls etwa 15 m hoch mit drei sehr starken Leitästen, Stammumfang habe ich noch nicht gemessen, Alter schätze ich ebenso
    eine weitere Birne auf der Ostseite, schätzungsweise an die 10 m hoch, Stammumfang auch an die 2 m, Alter wohl an die 100 Jahre
abzulösen, müsste der neue Hausbaum schon ein Wunderbaum sein. Bis der einmal so hoch und imposant geworden ist, wer weiß, ob die drei Obstbäume dann noch leben. Unsere Motivation zu einem Laubbaum vor dem Haus macht sich lediglich an der Tatsache fest, dass da einmal ein Baum gestanden hat, welcher das auch immer gewesen sein mag. Im Übrigen wird der in einer Reihe mit einem etwa 3 m hohen Apfelbaum und einer neu zu pflanzenden Pflaume (Ersatz für unsere 4 gefällten, die leider wegen einer Pilzinfektion stark bruchgefährdet waren) stehen.

Wir sind Beide nicht so schnell mit dem Fällen von Bäumen. Ich kann es nicht so gut in Worte fassen - besonders alte Bäume haben etwas Beständiges, Beschützendes - so was legt man nicht so schnell "auf die Seite". Deshalb habe ich mich auch mit Deinem Vorschlag, einen Rambler hinein wachsen zu lassen, auseinander gesetzt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass das ein sehr guter Vorschlag ist den ich umsetzen werde. Meine Kandidaten sind "Bobbie James", eine starkwüchsige und extrem stachelige weiße Rose mit gutem Duft; und Paul´s Himalalayan Musk, ebenfalls sehr starkwüchsig mit kleinen rosa-weißen Blüten. Beide Rosen werden sich sicher auch vor dem buntroten Backstein des Anbaus sehr gut machen. Also wird das "Monster" bleiben.

@Monika,
danke für den Hinweis auf den Herzwurzler, ich war gerade dabei mich damit zu beschäftigen. Der Brunnen soll schließlich nicht von Baumwurzeln zerstört werden. Wir haben uns für den Spitzahorn entschieden, ich freue mich schon auf die herbstlichen Feuer die dieser Baum anzünden wird. Dafür greifen wir auch etwas tiefer in die Tasche und lassen ein nicht mehr ganz so junges Exemplar pflanzen sobald das Backhaus saniert ist - im nächsten Jahr. "Emeralda Queen" passt auch gut zu den Farben der Gebäude, gerade im Herbst, und die nicht ganz so ausladende Form der Krone wird Haus und Backhaus optisch nicht zudecken - was ja auch nicht unwichtig ist.

Mit der Situation in Deinem Riesenreich können wir eh nicht mithalten. Die Blutbuche ist schon ein sehr schönes Exemplar und der Baumgürtel um das Grundstück gibt dem Ganzen die Einheit. Apropo Weiden und ihre Bruchanfälligkeit - die uralte Trauerweide im Park neben unserem Grundstück ist vom Orkan im Januar einfach abgeknickt worden obwohl sie vollkommen gesund war. Das war schon ein sehr eindrucksvolles Erlebnis direkt nebenan. Es hätte auch einen von unseren Riesen treffen können.

Grüße
Ulrike

Anbei Bilder der altehrwürdigen Obstbäume in voller Blütenpracht


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 09:34 
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Registriert: Mo 17. Feb 2003, 17:34
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Ich befürchte, Ihr überschätzt alle tendenziell das Alter von Bäumen und unterschätzt demnach deren Wachstum. Ich glaube z.B. gar nicht, dass es viele 200jährige Blutbuchen gibt. Nutzt doch das Fällen mal aus, um die Jahresringe zu zählen! Es ist sicher auch für andere interessant, das alter und den Zuwachs von solchen Bäumen besser einschätzen zu können. Ist ja in der Nähe eines Hauses nicht ganz ohne Bedeutung......


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 12:26 
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Hallo Dietrich,

das ungefähre Alter eines Baumes läßt sich doch anhand umfangreich vorhandener Literatur (auch im Netz) ganz gut einschätzen. Nur dadurch habe ich herausgefunden, dass unsere "Gute Graue" ein Relikt aus der Bauzeit des Hauses sein muss. Leider sind die Beschreibungen der alten Obstsorten nicht ganz so umfangreich wie die über Laubbäume. Anscheinend waren alte Obstbäume eine zeitlang nicht attraktiv genug oder auch schon fast vergessen.

Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 21:40 
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Moin!

Zitat:
Ich befürchte, Ihr überschätzt alle tendenziell das Alter von Bäumen und unterschätzt demnach deren Wachstum. Ich glaube z.B. gar nicht, dass es viele 200jährige Blutbuchen gibt.


Nu ja, so viel haben wir da gar nicht geschätzt. In der von Moni erwähnten Blutbuche in unserem Garten sind einige Initialen mit Datum eingeschnitzt. Das älteste (und am weitesten oben gelegene) ist vom Sommer 1835.

Da man das eher nicht bei ganz kleinen Bäumen macht, müsste die Zahl 200 einigermassen passen. Ist aber eigentlich nicht so wichtig; eine imposante Erscheinung ist das Ding in jedem Fall.

Grüße aus der Wesermarsch

Ralph

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Do 16. Aug 2007, 19:47 
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Hallo zusammen,

das war's  :'( aus der Traum von Baum und Bank.

Der Platz zwischen Brunnen und Grundstücksgrenze ist zu eng. Abstand vom Brunnen: mindestens 4 m, geforderter Abstand vom Zaun: auch 4 m. 9 m minus 2,25 m (Brunnen) ergeben 6,75 m, das reicht nicht, auch wenn der Baum versetzt zum Brunnen gepflanzt würde. Die 9 m werden ja erst ganz außen in der Flucht der vorderen Giebelwand des Backhauses erreicht. Mit eben diesem Umstand sei nicht zu spaßen sonst sind Schäden am Brunnenschacht vorprogrammiert. Die Baumexperten raten zu einem Solitärbusch und weil ich sowieso mit einer Quitte liebäugle, wird es die wohl werden. Man sagte mir, dass sie nur dann groß und schön wird, wenn sie einzeln und möglichst sonnig steht.

Nun denn, tröste ich mich eben mit meinen drei alten Riesen und erkläre hiermit die Gute Graue zum Hausbaum. Apropo - es könnte sein, dass Madame nur das tut was sie sonst auch immer macht: sie trägt alternierend (1 Jahr viel, das nächste wenig) und es ist wohl durchaus möglich, dass sie trotz des Alters (das anscheinend doch nicht soooo ungewöhnlich ist) im nächsten Jahr wieder mehr Früchte ansetzt. Den Rambler bekommt sie trotzdem.

Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Do 16. Aug 2007, 20:05 
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Welche Regel schreibt Euch vor, den Baum 4 m von der strassenseitigen Grundstücksgrenze zu pflanzen? Wenn das überall so wäre..... Meine Bäume stehen teilweise wesentlich näher dran!


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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Do 16. Aug 2007, 20:08 
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Hallo Dietrich,

diese Regel gilt wohl für Neupflanzungen und kommt auch auf die Endgröße des Baumes an. Unsere Altbäume stehen zum Teil direkt auf der Grenze. Übrigens gilt auch für Hecken die Einhaltung eines Grenzabstands, hier sind es 50 cm.

Grüße
Ulrike

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 Betreff des Beitrags: Re: Welcher Hausbaum?
BeitragVerfasst: Do 16. Aug 2007, 20:12 
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Nachtrag:
Nachbarschaftsrecht NRW, Kurzfassung, Abschnitt Pflanzabstände

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