Diskussionsforen

der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
Aktuelle Zeit: Do 9. Apr 2020, 07:23

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Mo 23. Apr 2012, 09:49 
Nicht angemeldeter User
Nicht angemeldeter User
Hallo,

wir haben ein altes Bauerhaus gekauft das erstmal nur zur Wochenendnutzung gedacht ist.

Nun wollen wir die Küche verputzen und sind uns nicht sicher mit dem aufzutragenden Putz.

Die Aussenmauern bestehen aus gebrannten Ziegelsteinen und die Mauer zwischen den Wohnräumen aus Lehmsteinen. In 2 anderen Zimmern haben wir an die Innenwände Lehmputz aufgetragen und an die Aussenwände Kalkputz, das wurde uns von einem Maurer so geraten ,wir haben die Arbeiten dann aber selbst verrichtet.
Da das Material relativ teuer ist, würden wir uns gerne nach einer günstigeren Variante umschauen. Wäre es denkbar alle Wände mit Rotband zu verputzen? Und wenn nein, warum genau? Ausser dass die anderen Baustoffe ökologischer sind...

Vielen Dank schonmal fürs Antworten!


Diesen Beitrag melden
Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 16:20 
Nicht angemeldeter User
Nicht angemeldeter User
Ich denke schon, dass das möglich ist. Warum auch nicht?


Diesen Beitrag melden
Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: Mi 17. Apr 2013, 23:42 
Offline
Senior Member
Senior Member

Registriert: Di 14. Jun 2005, 22:48
Beiträge: 300
Hallo Lola,
wenn ihr beim Lehmputz ein Fertigprodukt gekauft habt, verstehe ich ja noch, dass ihr das teuer findet und euch vielleicht auch scheut euch selber den Putzlehm zu mischen. Das erfordert tatsächlich einige Erfahrung.
Dass aber auch der Kalkputz zu teuer sein soll, wenn man ihn ganz normal selber mischt mag ich nicht glauben. Putzrezepte für Kalkmörtel zum Mauern und Putzen findest du im Forum öfter.
Gruß
Wolfgang


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 10:23 
Nicht angemeldeter User
Nicht angemeldeter User
Hallo,

besten dank für Eure Antworten. Na klar, die Frage mit dem Rotband war überflüssig. Wir haben letztlich mit dem Selbstanmischen eines Kalkputzes gute Erfahrungen gemacht!
Nun wollen wir auch den Aussenputz mit einer Kalk-Sand-Mischung erneuern. Leider scheint es n Brandenburg schwierig zu sein ein Mischwerk zu finden welches mit diesen Materialien arbeitet. In Bayern ist das viel verbreiteter!
Falls also jemand einen Tip hat...


Diesen Beitrag melden
Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 16:39 
Nicht angemeldeter User
Nicht angemeldeter User
Also Produkte wie Rotband oder Ähnliches nicht verwenden, wegen?
Ist Lehmstein zu feucht oder warum würde das theoretisch nicht gehen?
Haben es bei uns auch verwendet, nachdem sogar der Küchenhersteller meinte, dass das kein Problem wäre. Auch im Bad wo es doch sehr feucht werden kann, haben wir es verwendet. Naja, ist wohl nicht die zukunftssicherste Lösung :-[


Diesen Beitrag melden
Nach oben
  
 
BeitragVerfasst: Do 18. Apr 2013, 23:08 
Offline
Senior Member
Senior Member

Registriert: Di 14. Jun 2005, 22:48
Beiträge: 300
Hallo Lola,
auch der Kalkaußenputz müsste sich doch mit einem normalen Mörtelmischer mit wenig Mühe selber herstellen lassen, auch in Brandenburg. Bestandteile sind Sand, die Sieblinie hängt von den Anforderungen ab, hochhydraulischer Kalk, z.B. HK80 (enthält schon eine geringe Menge Zement, also möglichst keinen weiteren Zement zusetzen, wenn die spezielle Anforderung an den Putz das nicht erfordert), evtl auch Weißfeinkalk, den ihr selber einlöschen müsst und dadurch Sumpfkalk herstellt (näheres findet sich im Forum unter den entsprechenden Suchbegriffen) und schließlich Wasser. Selber einen Außenputz herstellen erfordert allerdings eine gewisse Erfahrung. Als Laie dürfte das schwierig werden, sucht euch also Hilfe von einem Fachkundigen.
Gruß
Wolfgang


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Fr 19. Apr 2013, 09:39 
Offline
Newbie
Newbie

Registriert: Mo 15. Nov 2010, 10:26
Beiträge: 14
Hallo Lola,

um welche Fassadenflächen handelt es sich denn?
Wenn die Sieblinie nicht zu grob ist (die sind bei relativ dicken Grundputzen auf heterogenem Untergrund manchmal vorteilhaft), schafft das in der Tat ein gutes Mörtelrührwerk. Bei sehr großen Flächen, mehreren geübten Putzern oder sehr groben Sieblinien sind Zwangsmischer eine lohnende Alternative.
Ich bin kein Freund hydraulischer Bindemittel. Deshalb sind unsere erneuerten Fassadenputze alle auf Weißkalkhydratbasis - meist eingesumpft. Die machen seit einigen Jahren nun null Probleme obwohl teilweise stark bewittert. Wichtig ist ein geeigneter Anstrich/Tünche.

Habt Ihr mal über das Trockenlöschverfahren, z.B. von Kenter, nachgedacht?
http://www.stuck-kalk.de/trgeKalkm.htm

Gruß vom Bodensee

Michael


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Fr 19. Apr 2013, 23:27 
Offline
Senior Member
Senior Member

Registriert: Di 14. Jun 2005, 22:48
Beiträge: 300
Hallo Michael,
was nimmst du denn für das Einsumpfen? Stückkalk (gebrannte, ungelöschte Kalkbrocken) oder Weißfeinkalk (wie vor, jedoch schon gemahlen) oder benutzt du Weißkalkhydrat (bereits abgelöscht und gemahlen)? Und hast du schon Erfahrung mit dem Trockenlöschen gemacht und wenn ja verwendest du dafür Stückkalk oder Weißfeinkalk? Stückkalk, der in Jutesäcken geliefert wird, ist gar nicht so einfach zu bekommen. Mit Weißfeinkalk ist das schon leichter. Beim gut sortierten Baustoffhändler sollte man den bestellen können. Allerdings muss man darauf achten ihn nicht zu lange ungelöscht zu lagern.
Mit trockenlöschen oder gar Heißkalk habe ich leider keine Erfahrung, finde das Thema aber enorm spannend.
Gruß
Wolfgang


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 22. Apr 2013, 10:36 
Offline
Newbie
Newbie

Registriert: Mo 15. Nov 2010, 10:26
Beiträge: 14
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die Nachfragen.
Stückkalk ist in der Tat schwierig zu bekommen. Über Kenter gibt es eine Quelle für solchen in Tonnen, Körndl Altmannstein ist natürlich auch hierfür eine gute Quelle. Weißfeinkalk wollte mir kein regionaler Baustoffhändler in geprüfter Qualität anbieten, der Landhandel hat ihn zwar aber ebenfalls ungeprüft.
Deshalb bin ich für meine kleinen Bauabschnitte (i.d.R. unter 100 qm pro Abschnitt) bei Weißkalkhydrat hängen geblieben. Weißkalkhydrat wird bekanntlich mit einer definierten Wassermenge, in der Regel im Sprühverfahren, gelöscht und wäre aus dem Sack verarbeitbar. Trotzdem bevorzuge ich ein einsumpfen da mir die Konsistenz des daraus hergestellten Mörtels mehr zusagt. Das sind aber persönliche Präferenzen und diese sind vermutlich auch durch die lokale Sandquelle beeinflusst.

Aus ganz ähnlichen Gründen, eben Interesse am Verfahren und den "Mythen und Sagen", hatten wir bei einem Bauabschnitt ebenfalls Interesse am trockengelöschten Baustellenmörtel. Leider ist es aus verschiedenen Gründen dann anders gekommen.
Meines Wissens wurde "echter" Heißkalkmörtel allerdings selten zum Verputzen und häufiger zum Mauern eingesetzt. Für Putz empfahl Kenter damals ausreichend lang gelagerten Trockenlöschmörtel.
Vielleicht holen wir die Versuche bei unserem vorerst letzen größeren Außenputzprojekt (Scheunengiebel mit ca. 75 qm, stark bewittert) im September nach.

Viele Grüße

Michael


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 24. Apr 2013, 23:16 
Offline
Senior Member
Senior Member

Registriert: Di 14. Jun 2005, 22:48
Beiträge: 300
Hallo Michael.
danke für die Auskünfte. Weißkalkhydrat müsste zwar eigentlich zu geichen Ergebnissen wie gelöschter Weißfeinkalk führen, ich meine aber, dass das Material sich unterschiedlich verhält. Anstriche mit Weißkalkhydrat kreiden z.B. stärker ab, als solche aus Sumpfkalk ist mein Eindruck. Insgesamt ein spannendes Thema. Schön wäre, wenn andere Forumsteilnehmer ihre Erfahrungen zu den unterschiedlichen Kalkeinsatzmöglichkeiten beisteuern würden. Vielleicht sollten wir mal über den Holznagel einen Aufruf nach praktischen Erfahrungen starten.
Ich selber bin leider auch kein wirklicher Praktiker und eigene Erfahrungen beschränken sich auf die Verwendung von Sumpfkalk.
Gruß
Wolfgang


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Fr 26. Apr 2013, 09:01 
Offline
Newbie
Newbie

Registriert: Mo 15. Nov 2010, 10:26
Beiträge: 14
Hallo Wolfgang,

in Bezug auf das Kreiden von Anstrichen stimme ich Dir voll zu. Altmannsteiner Sumpfkalk kreidet fachgerecht aufgetragen sehr wenig. Bei Anstrichen mit Weißkalkhydrat ist dies stärker, kann aber durch geringen Zusatz von Leinöl eingeschränkt werden (insbes. für Außentünchen zu empfehlen). Vermutlich liegen die Unterschiede insbesondere im unterschiedlichen Ablauf des Löschvorganges (Stückkalk versus Feinkalk).

Die Idee zum Erfahrungen sammeln im Holznagel finde ich gut. Wer kann und möchte dort alles Beiträge beisteuern?

Viele Grüße aus dem Süden

Michael


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de