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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: Di 25. Jul 2006, 18:52 
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Auch ein Bausatz hat so seine Tücken, wie eine Bauherrin im Süden von Berlin feststellen mußte. Der vor Ort tätige Maurer, der auch die "Bauleitung" inne hatte, war sich unsicher ob der Fußbodenaufbau auf der Bodenplatte des nicht unterkellerten Hauses, auch noch eine Abdichtung benötigt. Er kam nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis das dies wohl nicht so sei, schließlich handelte es sich bei der Bodenplatte doch WU-beton. Und weil er gerade so richtig in Schwung war, legte er auch gleich die Dämmstoffstärke mit 0 cm fest und verzichtete auf den Randdämmstreifen. Als Fußbodenheizung wurden ein paar Meter Kupferrohr in den Estrich gedrückt...


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BeitragVerfasst: Di 25. Jul 2006, 19:03 
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Gut, vermutlich wirkt es kleinlich, aber ich konnte auch den Trockenbauarbeiten, hier mit BRANDSCHUTZANFORDERUNGEN, so recht nichts abgewinnen. So eine Verlegung mit einer sauberen Kreuzfuge entspricht nunmal nicht der Zulassung. Als wir dann auch noch mit dem ausführenden Handwerker peinlich berührt feststellen mußten das selbst die gewählte Platte nicht Anforderungen entsprach, beschlichen uns langsam echte Zweifel an den "berufsnotwendigen Kenntnissen". Wir baten darum mal die Eine oder andere Platte zu entfernen. Schließlich handelte es sich um die Ausführung einer Innendämmung vor einer Blockbohlenwand - da möchte man sich doch der Funktionstüchtigkeit der Dampfbremse versichern, wenn man denn schon eine solche Konstruktion gewählt hat - Das Ergebnis war erwartungsgemäß....


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BeitragVerfasst: Di 25. Jul 2006, 19:16 
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abgerundet wurde das Bild dann durch den Bauwerksanschluß der Fenstertür und der Ausbildung der Schwelle. Das Haus ist noch nichteinmal in Benutzung, da sind die Schäden schon erkennbar... Frustrierend für die Bauherrin.

Gesamtergebnis unseres kleinen Rundgangs : Abbruch aller Fußbodenflächen, Rückbau und Verschrottung der "Fußbodenheizung", Herstellen eines schwimmenden Estrichs mit Fußbodenzeizung, Änderung aller Sturzhöhen für Türöffnungen, Rückbau der Trockenbaubeplankungen auf allen Decken und Wänden, Nacharbeiten und Verkleben der Dampfbremse, Herstellen einer Unterkonstruktion für die Gipskartonbeplankung, Neubeplankung entsprechend der Zulassung im Hinblick auf die Brandschutzanfoderungen, Herstellen von dampfdichten inneren Bauwerksanschlüssen von Fenstern und Türen und (mindestens) einnuten einer Tropfkante unter der Schwelle...

Der "Bauleiter" hat dies mit den Worten kommentiert : "alles Quatsch. Das haben wir schon immer so gemacht !"


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BeitragVerfasst: Mi 26. Jul 2006, 17:25 
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So schlimm das alles für die Bauherrin auch ist, hier scheint aber mal wieder an der falschen Stelle gespart worden zu sein.
Schade.
Und teuer für alle Beteiligten.

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BeitragVerfasst: Do 27. Jul 2006, 16:45 
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Besonders ärgerlich für die Bauherrin ist der Umstand, dass ein wesentlicher Teil dieser "Glanzleistung" handwerklichen Könnens auf das Konto der Vorbesitzerin geht. Einige der Mängel sind schlicht nicht wirtschaftlich sanierbar...

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