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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 13:44 
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Registriert: Mi 29. Mär 2006, 21:26
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Hallo!
Hat Ulrike nicht Gipsfaserplatten verbaut?
Vg
Christian


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BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 22:53 
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Hallo Christian,

Gipsfaserplatten gibt es hier nicht. Es gab mal in einem Raum eine abgehängte Decke aus "Sauerkrautplatten" unter denen sich der Schimmel breit machte und die ziemlich schnell nach Beginn der Arbeiten komplett entfernt wurde.

Grüße
Ulrike


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BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 06:43 
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Registriert: Sa 16. Jun 2007, 17:31
Beiträge: 31
Wohnort: Gevelsberg
Ich plane gerade mein erstes eigenes Lehmbauexperiment, ein Werkstattgebäude. Darüber hinaus kommt unsere Gemeinde gerade ein bischen in Schwung und plant, nach der Errichtung eines Boulefeldes, einen öffentlichen Backofen in der Hauptstraße zu bauen. Ich bin sehr gespannt. Hinsichtlich des Backofens werde ich mich nochmals vertrauenvoll an Stefan wenden...

Hallo Sven,

wie weit seid ihr mit dem öffentlichen BAckofen gekommen?
Wir planen in unserem 60 Einwohner Dorf in Asbeck (Bergisches LAnd /Sauerland) Ähnliches.
Uns steht als Gebäude jedoch ein altes Feuerwehrgerätehaus aus Bruchsteinen zu Verfügung.

Baut Ihr in Lehm, mit Ziegeln und /oder Schamott?


Vielleicht gibt es ja etwas Neues...

Grüße aus Asbeck

Christian


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BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2009, 14:03 
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Registriert: Fr 29. Apr 2005, 11:10
Beiträge: 502
Wohnort: Berlin / Münchehofe (Brandenburg LDS)
Ahoi Christian,

in unserer Gemeinde haben sich durch die plötzlich hereinbrechenden Konjunkturpaket 2- mittel und ein (für unsere Verhältnisse) Großbauvorhaben (Neubau eines Bio-Meiereibetriebes und eines Hofladens) die Prioritäten etwas verschoben. Der Backofen ist aber gerade wieder ein Thema gewesen und ich denke im Laufe des kommenden Jahres werden wir das Thema in Angriff nehmen.

Wir haben leider kein vorhandenes Gebäude, das wir nutzen können. Geplant war einen Sockel zu Mauern und dann entweder einen Ofen aus Schamott nach einem noch vorhandenen Vorbild 1:1 nachzubauen (und anschließend "einzuhausen") oder dem Beispiel von Stefan zu folgen und eine neue Konstruktion aus Lehm zu bauen.

Wir haben noch aus einem anderen Projekt 2 Paletten Lehmhochlochziegel übrig, aber vermutlich sind die für den Ofenbau ungeeignet (geringere Speichermasse und innere Temperaturspannungen).

Gruss, Sven.

_________________
Teske + Schwiede Architekten
Sachverständige für Schäden an Gebäuden

Alle Beiträge im Forum sind ausschließlich allgemeine Betrachtungen und keinesfalls konkrete Sanierungsanleitungen oder Rechtsberatungen. Hierfür sind immer Einzelfallberatungen durch einen Sachkundigen vor Ort erforderlich.


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BeitragVerfasst: Sa 20. Feb 2010, 09:23 
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Registriert: So 19. Jul 2009, 20:36
Beiträge: 10
Wohnort: Fränkische Schweiz (Bayern)
Ulrike Nolte | KS Lipper Bergland hat geschrieben:
... weil schon einige Male darüber diskutiert wurde ...

Mit der ersten Hitzewelle des Jahres und ja nun wohl trockenen Wänden (nach 1 1/2 Jahren) zeigen die Lehmwände was sie können:
Konstante 22-24 °C und 57% Luftfeuchtigkeit. Und das trotz geöffneten Fenstern, vornehmlich Nachts (im Schlafzimmer), bzw. für 2-3 Std. am frühen Morgen. Die mit Sandstein verkleidete Westfassade ist (logischerweise) besonders warm.
[...]

Grüße
Ulrike


Auch ich möchte über meine Frage zu unseren Fenstern hinaus eine Rückmeldung zu unseren - vorläufigen - Erfahrungen mit Lehm und Kalk zu geben.

Kurz zum vorgefundenen Wandaufbau:

Das Erdgeschoss ist von 1807 und hat 50-65 cm starke Außenmauern aus Bruchsteinmauerwerk. Soweit wir das bis jetzt gesehen haben, wurde mit einem stark sandhaltigen Kalkmörtel verfugt. Im Bereich des ehemaligen Stalls ist jedoch der Kalk oberflächennah ausgewittert.
Im ehemaligen Stall wurden in den 1950er Jahren Wirtschaftsräume eingebaut und dabei die Innenseiten der Außenwände mit einem Zementputz "verschandelt". Dieser ist in vielen Teilen dunkel verfärbt bzw. oft auch schon vom Mauerwerk abgeplatzt.
Im Heizraum haben wir den Zementputz mühevoll mit der HILTI abgetragen und mit Luftkalk neu verputzt. Im Bodennahen Bereich hat unser Lehmbauer einen speziellen Kalkputz eingesetzt, um den starken Feuchtigkeitsgehalt der Mauern besser regulieren zu können. (Das Haus ist nicht unterkellert und steht sprichwörtlich "im Dreck".)
In den Monaten nach dem Verputzen konnte man richtig schön sehen, wo das Mauerwerk besonders feucht und wo eher trocken war: Der Kalkputz ist entsprechend sehr unterschiedlich ausgehärtet.
Und obwohl mache stellen noch sichtlich feucht/kalt sind - der Putz ist fest.

Das Obergeschoss ist Ziegelmauerwerk und wurde "erst" 1939 aufgesetzt.
Wir haben die Außenwände mit Schilfmatten im Lehmbett gedämmt, Wandheizung montiert und dann das Ganze mit Lehm verputzt. Den Feinputz wird dann erst gemacht, wenn wir die Kastenfenster soweit eingebaut haben und es wieder wärmer ist...

So, jetzt zu unseren Erfahrungen diesen Winter:

- Erdgeschoss (bis auf Heizraum) unbeheizt, da wir komplett im OG wohnen
- Dachgeschoss unbeheizt (Dach haben wir neu gemacht - 8cm Holzfaserweichplatten als Dämmung)
- Obergeschoss mit undichten 80er Jahren Isolierglas-Holzfenstern

Die Wandheizung läuft mit um die 35°C Vorlauftemparatur und es sit angenehm warm im ganzen OG! Trotz undichter Fenster und der Tatsache, dass das OG über ungedämmte Holzdecken mit DG und EG verbunden ist.
Jeder der uns besucht ist begeistert, dass die Wärme "einfach da ist" und auch bei weit geöffneter Haustür nicht einfach abzieht.
Auch Stoßlüften führt nicht zu einer merklichen Abkühlung (nach Schließen der Fenster).

Messaktionen bzgl. Lufttemparatur und -feuchtigkeit haben wir noch keine veranstaltet. Dass wir uns Alle so wohlfühlen reicht uns. ;-)

Freue mich schon auf den Einbau der Wandheizung im EG und insbesondere die Renovierung unseres über 200 Jahre alten Kachelofens Anfang März.

Grüße aus Franken
(die mit den Schneebergen - es taut!)

_________________
Bestandspflege, modernes Wohnen und Rückbau von Bausünden:
Renovierung eines Bauernhauses in Franken von 1807 mit Aufstockung von 1939.


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 Betreff des Beitrags: Mal etwas anderes dazu:
BeitragVerfasst: Mo 8. Nov 2010, 19:49 
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Registriert: Mo 3. Aug 2009, 10:56
Beiträge: 43
Wohnort: Ostercappeln
Wir werden eine KWL (kontrollierte Wohraumlüftung) einbauen lassen. Rotationswärmetauscher im Gerät mit Erdwärmetauscher im Garten (Ein Strang DN 200 auf 3 Stränge DN 150 à 15-20 m, dann wieder auf 1 Strang DN 200; 1,30 m tief eingebuddelt).

Ich bin sehr gespannt, wie sich das anfühlen wird. Da wir "Lüftungsmuffel" sind, dürfte das zu einem guten Wohnklima und Wohnkomfort beitragen :) ! Ist zwar für ein Heuerhaus Baujahr 1771 nicht unbedingt schön, aber die Lüfter werden dezent in den Zwischendecken versteckt! versprochen!

C di Pierro

_________________
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