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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: Mi 4. Jun 2008, 07:38 
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... weil schon einige Male darüber diskutiert wurde ...

Mit der ersten Hitzewelle des Jahres und ja nun wohl trockenen Wänden (nach 1 1/2 Jahren) zeigen die Lehmwände was sie können:
Konstante 22-24 °C und 57% Luftfeuchtigkeit. Und das trotz geöffneten Fenstern, vornehmlich Nachts (im Schlafzimmer), bzw. für 2-3 Std. am frühen Morgen. Die mit Sandstein verkleidete Westfassade ist (logischerweise) besonders warm.

Momentan haben wir eine Außentemperatur von 17 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 89%. Je nach Wetterlage sinkt die LF da draußen natürlich. Aber Innen verändert sich nichts, auch nicht im Winter. Der frisch mit Kalkputz verputze Keller müffelt übrigens längst nicht mehr so stark. Hier interessiert mich noch die Temperatur, mal sehen was das Thermometer mit LF-Messer künftig aussagt.

Grüße
Ulrike

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"Wenn du wirklich etwas willst, werden alle Märchen wahr." (Theodor Herzl)
Mehr über meine wahr gewordenen Märchen ist hier nachzulesen


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BeitragVerfasst: Do 12. Jun 2008, 13:34 
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...keinen Krümel Lehm im Haus und dennoch zeigt auch hier der Lehm was er kann :

Außentemperatur in den letzten Tagen zwischen 29 - 32 Grad innen immer zwischen 22- 24 Grad, LF konstant zwischen 50-60 %, je nach Außenfeuchte.

Lehmbau ist toll ! Gruss, Sven.

Ich vergaß zu erwähnen, dass es sich bei dem Putz um einen Kalkzementputz handelt (den ich aus rein haptischen Gründen nicht mehr ausführen würde, sondern einen reinen Kalkputz ausführen lassen würde).

_________________
Teske + Schwiede Architekten
Sachverständige für Schäden an Gebäuden

Alle Beiträge im Forum sind ausschließlich allgemeine Betrachtungen und keinesfalls konkrete Sanierungsanleitungen oder Rechtsberatungen. Hierfür sind immer Einzelfallberatungen durch einen Sachkundigen vor Ort erforderlich.


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BeitragVerfasst: Sa 14. Jun 2008, 16:08 
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Ahoi Sven,

war hier wohl der Zyniker - in Dir - federführend? ;D

Mit der Interpretation von "haptisch" komme ich in diesem Zusammenhang nicht weiter.

Wiki hilft mir auch nicht, folglich "musst" Du nun 'dran glauben ... ;)

Herzliche Grüße
Thomas


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jun 2008, 21:31 
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Hallo zusammen,

Haptik = Lehre vom Tastsinn. Beschreibt, wie man eine Oberfläche erfühlt bzw wie sie sich anfühlt.

Gruß

Frank


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jun 2008, 12:30 
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Ahoi,

vielen Dank für die Erläuterung, Frank. - zynisch ? naja, vielleicht ein bischen. Wenngleich ich Lehmbau wirklich interessant finde, weil er in vielen Anwendungsbereichen einsetzbar ist und ein breites Spektrum für den "Selbermacher" bietet. Die Möglichkeiten in der Bauphysik halte ich jedoch für deutlich überschätzt, was den Sinn des Einsatzes garnicht schmälern soll. Aber eben aus anderen Gründen als der "atmenden Wand".

Gruss, Sven.


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jun 2008, 21:54 
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Hallo Sven,
eine Stärke dieses Forums, das es wohltuend von anderen Foren unterscheidet, ist die Objektivität der meisten Beiträge. Und die Orientierung an den Fakten und Gesetzmäßigkeiten von Chemie und Physik sind dafür unerläßlich. Darum finde ich deine Anmerkungen zu den puffernden Eigenschaften von Lehm gut. Es nutzt ja niemandem, wenn wir bestimmten Materialien oder Konstruktionen unkritisch, je nach Gefühlslage, übermäßig positive oder negative Eigenschaften zubilligen. Für die Verwendung z.B. von Lehm als Baustoff sprechen viele gute Gründe, das wird nicht dadurch geschmälert, daß auch andere Materialien in Teilbereichen ähnliche Eigenschaften aufweisen.
Darum bitte weiter so, auch wenn man damit mal jemand ggf. etwas enttäuschen muß. Das ist natürlich keine Kritik an Ulrikes Beitrag, denn ihr Haus bietet ja die von ihr beschriebenen Qualitäten des Raumklimas, und darüber kann sie sich zu Recht freuen.
Gruß aus Neuenknick von
Wolfgang


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jun 2008, 13:15 
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Ahoi Wolfgang,

vielen Dank für Deine ermunternden Worte. Ich habe allerdings nach diversen persönlichen Einlassungen von Leuten meinen "Auffassungsexhibitionismus" seit einem Jahr deutlich reduziert. Ich hatte die Hoffnung, dass diese nicht nur eine große Klappe sondern auch etwas Engagement mitbringen und einfach die Beratung übernehmen - schließlich will ich nicht den Eindruck hinterlassen, man müsse sich mit mir herumeseln.

Noch ärgerlicher sind allerdings die Nutzer dieses Forums, die ein ausgesprochen einseitiges Verhältnis zu unserer Arbeit haben. Sie saugen in penetrantester Weise das know - how ab und melden sich nach Fertigstellung ihres Objektes nie wieder. Dabei wären gerade die Erfahrungen in der Umsetzung für alle, auch die Beratenden, von größtem Nutzen. Also Sara (um mal eine typische Vertreterin dieser Spezies zu nennen), erzähl doch mal was Du umgesetzt hast, wie praktikabel das war und ob es sich in der Nutzung auch bewährt hat.

Ich plane gerade mein erstes eigenes Lehmbauexperiment, ein Werkstattgebäude. Darüber hinaus kommt unsere Gemeinde gerade ein bischen in Schwung und plant, nach der Errichtung eines Boulefeldes, einen öffentlichen Backofen in der Hauptstraße zu bauen. Ich bin sehr gespannt. Hinsichtlich des Backofens werde ich mich nochmals vertrauenvoll an Stefan wenden...

- Übrigens habe ich keine Informationen über den Fortgang der Angelegenheit in Bünde. Weißt Du, oder vielleicht Thomas, wie sich der Prozess entwickelt hat ?

Herzliche Grüße, Sven.


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BeitragVerfasst: Mo 30. Jun 2008, 23:28 
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Hallo Sven,
ich kann deinen Ausführungen eigentlich nichts hinzufügen. Es hat mir oft großen Respekt abgenötigt, wie du und auch verschiedene andere Schreiber auf diverse Globalanfragen sehr geduldig, umfassend und kompetent geantwortet habt. Zumal ich selber mir das oft nicht zutrauen oder zumuten mochte.
Rückmeldungen von Beratenen wären tatsächlich interessant, machen aber natürlich auch etwas Mühe. Immerhin war ja doch schon das Eine oder Andere zu lesen.
Zum Verfahrensstand zum illegalen Scheunenabriß durch die Stadt Bünde ist mir nichts Aktuelles bekannt. Wenn ich etwas von Herrn K. höre, gebe ich es weiter.
Gruß aus Neuenknick von
Wolfgang


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BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2008, 11:18 
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@Sven,
was Berichte über Erfahrungen betrifft - zumindest ich habe das ja nun schon mehrfach versucht. Mit dem Ergebnis, jedes Mal "einen drauf" zu bekommen. Was mich ganz persönlich zukünftig davon abhalten wird, mehr und ausführlich zu berichten (und da gäbe es viel zu berichten, auch Negatives) oder Fragestellern zu antworten. Ebenso verhält es sich bei mir mit dem "abgreifen" von Know-How. Da wende ich mich doch viel lieber an den Berater meines Vertrauens, zahle dafür gerne die paar Euros und berichte hinterher ihm.

Apropos negative Erfahrungen: So gut der Lehm die Wärme speichert, speichert er auch die Kälte. Was wir hier leidvoll erfahren durften, als der Hausherr in der letzten Sylvesternacht nach unserer kleinen Party vor dem Schlafengehen noch lüften wollte. Er hat vergessen, das Fenster wieder zu schließen (und ich hab es nicht bemerkt). Gegen 5 Uhr wurde ich wach und bemerkte die Kälte im Haus. Wohn- und Esszimmer waren total ausgekühlt. Diese Räume wieder warm zu bekommen, hat mehr als 2 Wochen gedauert. Was in der Hauptsache daran lag, dass der geplante Grundofen noch immer nicht vorhanden ist und der kleine 5 KW-Ofen einfach nicht ausreichend Wärme abgeben kann um die beiden Räume zu erwärmen. Auch mit ein Grund waren wohl die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Innenvorsatzfenster.

Darüber mag man nun den Kopf schütteln, sich darüber lustig machen, oder ironische Bemerkungen abgeben. Ich fand es gar nicht lustig und habe eine Menge daraus gelernt.

Grüße
Ulrike


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BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2008, 13:17 
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Liebe Ulrike,

bis auf die ironische Einlassung zum Lehmbau im allgemeinen, bezog sich keine der kritischen Anmerkungen auf deine Person. Wäre wohl auch reichlich grotesk, ausgerechnet Dir mangelndes Engagement oder eine "einseitige" Nutzung dieses Forum vorzuwerfen.

Um nochmal bei dem Thema der Luftfeuchte / Temperatur zu bleiben, ich kann immer wieder feststellen das weniger die verwendeten Baustoffe als vielmehr die Raumkubaturen, die Fensterflächenanteile in Verbindung mit der Himmelsrichtung und die Nutzung des Raumes über diese Faktoren entscheiden. Wir haben bei uns beispielsweise trotz des vermeintlich schlechteren Diffusionsverhaltens des Wandaufbaus im Vergleich zu einem Lehmbau, ein durchaus vergleichbares Raumklima. Etwas kritisch ist auch bei uns die Wohn-Essküche mit einem Volumen von ca. 300m3 - dieser Raum hat immer die Tendenz zu einem zu trockenen Raumklima. Über dieses Phänomen hatten wir bereits im Zusammenhang mit einer Anfrage von Hans-Jürgen Geilert geschrieben.

Ahoi Wolfgang,

für eine weiterführende Information zum "Stadt Bünde Skandal" wäre ich sehr dankbar. Vorallem würde mich interessieren wie das Gericht sich am Ende im Hinblick auf die Schadenersatzforderung des Eigentümers positioniert hat. Dieses Urteil könnte richtungweisend werden.

Vielleicht findet sich ja jemand, der die Anfragen / Problemstellungen nachverfolgt - wo wir auch schon wieder bei der Idee wären, die wiederkehrenden Beratungsinhalte und / oder die besonders interessanten Fragestellungen in Form einer Abhandlung als pdf verfügbar zu machen....

Und nochmals vielen Dank für den Zuspruch.

Herzliche Grüße, Sven.


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BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2008, 15:27 
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@Sven,

nun ja, ich will nicht rummosern. Im Übrigen halte ich "atmende" Wände eh für Quatsch, genauso wie ich die Anamnese in Verbindung mit der Sanierungsplanung für Unfug halte. Manchmal glaube ich, solche Begriffe werden nur erfunden, um die "dummen" Bauherren etwas zu vergackeiern.

Zurück zum Thema - in allen meinen früheren Wohnungen/Haus musste ich bei den z.B. heute wieder herrschenden Außentemperaturen (momentan 29,8 °C im Vollschatten) die Fenster schließen und die möglichst lichtundurchlässigen Vorhänge zu ziehen, bzw. die Rolladen herunter lassen um in den Räumen eine angenehme Temperatur zu haben. Ich sehe das auch an den Nachbarhäusern. Alles ist dicht, und das schon am frühen Vormittag.

Wir dagegen haben keine Rolläden oder Fensterläden und im EG auch noch keine Vorhänge zum zuziehen. Aber in allen Räumen da unten um die 22 °C, auch auf der Süd- und Westseite, die im Moment die pralle Sonne abbekommen. Die Türe vom Anbau zur Küche steht weit offen, beide Ausgangstüren im Anbau ebenfalls. Hier oben ist das Fenster im Schlafzimmer (zur Ostseite) seit gestern ununterbrochen offen, im Hobbyraum (zur Südseite) und im Bad (Westeite) seit Tagen offen. Alle! Räume hier oben haben in Etwa die gleiche Temperatur wie unten. Im Hobbyraum ist es um 1,5 Grad wärmer, hier ist ja auch das Dach nicht ganz so gut gedämmt, die Schrägen aber dafür mit Lehm verputzt während die Schrägen im Haupthaus eine Holzverschalung haben (dahinter ist die Zellulosedämmung). Dass wir recht große und viele Fenster haben und die Räume unten 3,20 m und oben 2,60 m hoch sind, ist ja zwischenzeitlich auch bekannt.

In allen Räumen herrscht in Etwa die gleiche LF, +/- 0,5-1%. Übrigens trotz Großkampftagen in der Küche mit Essensvorbereitungen für unser Sommerfeschtle in der vergangenen Woche und Übernachtungsgästen die unser kleines Gästebad ja auch benutzt haben. (OK, hier achte ich strikt auf sofortige Lüftung und wische die Dusche sofort nach der Benutzung aus.)

Was ich damit sagen will - der Lehm bringt von sich aus zumindest im Sommer das angenehmere Klima. Wie das im Winter tatsächlich aussehen wird, weiß ich noch nicht. Bis jetzt fehlen noch ein paar Vorsatzfenster und noch immer sämtliche Zimmertüren. Mit anderen Worten - wir verschleudern auf jeden Fall bis zum Einbau zu viel Energie.

Im Keller ist es übrigens mit ca. 15°C deutlich zu warm (LF ca. 78%). Ich überlege schon, ob ich statt des Hasendrahts die ursprünglich einmal vorhandenen Holzstaken wieder herstelle und den ehemals vorhanden Laden wieder anbringe. Das scheint mir sinnvoll zu sein. Interessant ist, dass sich da unten seit Wochen eine ungespritze Zitrone befindet, die absolut nicht schlecht werden will.

Genug gequasselt, ich muss weiter bügeln (hätte ich früher niemals an solch heißen Tagen gemacht, einfach weil die Fenster geschlossen bleiben mussten ...)

Ulrike


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BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2008, 18:00 
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Liebe Ulrike,

nein, so wie von Dir beschrieben kann ich das nicht handhaben um ein angenehmes Raumklima zu haben. Grundsätzlich ziehen wir am Tage vor alle Fensterflächen auf der Südseite einen Vorhang aus leichtem Nesselstoff, der zwar ausreichend transluzent ist, aber natürlich keinen Ausblick gewährt. In dem kritischen Raum, Der Wohnküche liegt das jedoch vermutlich an dem hohen Fensterflächenanteil von 50 % auf der Südseite (ca. 15 m2 bodentiefe Verglasung). In Räumen mit geringeren Fensterflächenanteilen, z.B. in unserem Besprechungsraum (ca. 25 % Fensterflächenanteil, Südseite, Brüstungsfenster), ist das zuziehen eigentlich obsolet. Die Temperaturdifferenz zwischen der Verwendung des Vorhangs und ohne, beträgt gerade 1-1,5 Grad.

Aus diesen Umständen läßt sich eigentlich schon ganz gut ableiten, worauf ich eingangs abgestellt habe. Trotz der exakt selben baustofflichen Randbedingungen ein unterschiedliches Raumklima. Die Faktoren sind, glaube ich vielschichtiger als die Reduktion auf den Wandbaustoff, wobei ich die, unzweifelhaft vorhandenen, positiven Wirkungen des Lehms garnicht schämlern will. Die Frage ist eigentlich nur wie hoch der Einfluss des Wandbaustoffs auf das Raumklima insgesamt ist. Nach meinen persönlichen Erfahrungen spielen andere Faktoren eine größere Rolle.

Herzliche Grüße, Sven.


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BeitragVerfasst: Di 1. Jul 2008, 23:35 
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Sven Teske hat geschrieben:
Die Frage ist eigentlich nur wie hoch der Einfluss des Wandbaustoffs auf das Raumklima insgesamt ist. Nach meinen persönlichen Erfahrungen spielen andere Faktoren eine größere Rolle.


Und welche wären das?

Ich hatte über mehrere Jahre immer wieder den direkten Vergleich von einem "modernen" Haus zu einem "Lehmhaus", beides Bauernhäuser in Slowenien. Seit dem bin ich infiziert ...

Grüße
Ulrike


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BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 14:19 
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Soweit ich das beurteilen kann, wohnt ihr beide nicht in einem modernen Haus. Ulrike zwar in einem "Lehmhaus" (mal abgesehen von den Ziegelausmauerungen), aber letztlich beide in einem sanierten Altbau.
Meiner Auffasung nach ist das Raumklima nicht nur von der Diffusionsfähigkeit der Wandbaustoffe abhängig, sondern auch von der Raumgröße, der Jahreszeit, der Art der Beiheizung etc..
Die Wahl des Baustoffes dürfte dabei auch eine wesentliche Rolle spielen. Dazu gibt es auch eine Reihe von Untersuchungen zum Materialverhalten von Baustoffen. So neigen z.B. Gipsbaustoffe eher dazu, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen.
Solche Materialien habt ihr aber beide nicht verbaut.
FG
Ralf

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Äußerungen im Forum sind lediglich allgemeine Betrachtungen und daher reine Meinungsäußerungen. Bei Rechtsfragen wird in jedem Fall eine Beratung durch einen Rechtsanwalt empfohlen, bei Sanierungsproblemen eine Einzelberatung durch einen Sachkundigen vor Ort.


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BeitragVerfasst: So 6. Jul 2008, 10:36 
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Hallo Ralf,

die angesprochenen Ziegelausmauerungen betreffen die Westseite und einige wenige (nur die untersten) Gefache auf der Nord- und Ostseite im ehemaligen Schulzimmer. Wie mitlerweile klar ist, gab es hier irgendwann einmal einen Brand, nach dem die vom Löschwasser beschädigten Gefache frisch ausgemauert werden mussten. Wir hatten auch den Brandherd gefunden: ein Schornsteinbrand ...

Ansonsten war und ist hier Lehmstein in den Gefachen und Lehm- bzw. Kalkputz (in den Feuchträumen) an den Wänden und Decken. Im OG viel Holz, dahinter Zellulosedämmung. Auf den Zimmerböden Holz auf den im Lehm verlegten Balken, in der Diele Sandstein, in der Waschküche und WC die alten Ziegelplatten (ähnlich Terracotta), in der Küche und im Anbau weich, bzw. hart gebrannte Ziegelsteine. Die Steinböden sind auf einem Kalkestrich in Kalkmörtel verlegt und ausgefugt.

Fest steht, dass sich die LF anscheinend dauerhaft auf um die 55% eingependelt hat. Das variert je nach Außentemperatur, bzw. Witterungsverhältnissen um +/- 2-3 %, offenbar unabhängig davon ob geheizt wird oder nicht.

Grüße
Ulrike


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