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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: Di 6. Mär 2007, 18:04 
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So.... heute waren wir beim Bauamt.... sind nun in einigen Punkten beruhigt... in einem großen Punkt aber leider nicht weiter.
Die Grundstücksteilung zwischen der MÜhle und dem Wohnhaus kann nicht vollzogen werden wegen fehlender Abstands- und Brandschutzflächen. :( Der gute Mann vom Amt sagt, am einfachsten wäre es hinter der Mühle zu teilen.... also müssten wir die Mühle mitkaufen. Der Eigentümer würde die Mühle ganz sicher verkaufen.... .große Frage ist jetzt allerdings noch.... WAS WILL ER DAFÜR HABEN? :( Es ist eine von 1860 erbaute alte MÜhle die nicht wirklich gut in Schuss ist. Schön isse so jetzt eigentlich auch nicht. Und sie ist ein Baudenkmal. Tja.... also lass ich mich mal überraschen welchen Wahnsinnspreis er dafür aufruft. :( :(   Hab ich irgendwelche Vorteile wenn ich ein Baudenkmal kaufe???


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BeitragVerfasst: Di 6. Mär 2007, 21:30 
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Ich verstehe  nicht ganz, weshalb Ihr die Mühle nicht schön findet, aber direkt daneben wohnen wollt. Habt Ihr es nicht so mit der Erhalttung historischer Bausubstanz? Das von euch ins Auge gefasste Gebäude (wohl das Müllerhaus oder ein dazugehöriges Lagerhaus) bildet doch mit der Mühle ein untrennbares Ensemble. Gehen wir mal davon aus, das ich das irgendwie falsch verstanden habe.

Mal nüchtern gesprochen: Wenn Ihr die Mühle mit nehmt, sollte das eigentlich nicht mehr kosten. Denn wer will die schon haben? Irgendwann als restauriertes Baudenkmal sähe die andererseits toll aus. Da gibt es aber etwas wichtiges zu bedenken: Wndmühlen hatten Flügel mit ziemlicher Ausladung, und sie kriegen die ja vielleicht auch irgendwann einmal wieder. Für neue Flügel gält ebenfalls das normale Baurecht, die Abstandsflächen sind aber, da Windmühlenflügel im heutigen Baurecht nicht vorgesehen sind, diskussionbedürftig. Es darf also keinesfalls dazu kommen, dass man die Mühle nachher wegen fehlender Abstandsflächen keine Flügel mehr verpassen (und betreiben) kann. Ich kenne  einen solchen Fall aus meiner Heimat, wo die Gemeinde den Besitzer des Nachbargrundstückes teuer für Überbauung mit Flügeln entschädigen musste. Dies Argument wird spätestens dann akut, wenn die Denkmalpflege der Teilung zustimmen muss. Eine Teilung würde m.E. beide Grundstücke erheblich entwerten!

Sven Teske muss ja sehr schlechte Erfahrungen mit dem Wohnungseigentumsrecht (WEG) gemacht haben. Die Regelung des Gemeinschaftseigentums gilt doch für alle - und nutzt letztlich auch allen! Gerade für diesen Fall wäre es m.E. immer noch eine Option. Die Mühle dürfte man nämlich durchaus wirtschaftlich nutzen. Nur nach WEG kann man die Einhaltung der gegenseitigen Rechte und Pflichten halbwegs dauerhaft vernünftig regeln. Da das Ganze eine Einheit bildet, nutzt eine gesamtheitliche Handhabung allen anteiligen Nutzern.

Am besten ist es natürlich, der ganze Komplex gehört einem insgesamt allein. Mit zähem Verhandeln könnte euch vielleicht auch das gelingen.


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BeitragVerfasst: Di 6. Mär 2007, 21:57 
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Hallo Dietrich, nein nein... ich mag die MÜhle sehr wohl...und ich habe auch die Eigenart die Dinge schon fertig zu sehen. *lach* Also ich hätte sie schon wirklich gern zu dem Wirtschaftsgebäude dazu. :) das mit dem nicht schön aussehen meine ich halt auf den heutigen Zustand.... der Eigentümer tut halt nix damit sie wieder schön aussieht.
Ich hoffe einfach mal dass er einsieht, dass er ohne die Mühle das Haus eh nicht verkauft bekommt, da er das Grundstück ja nicht geteilt bekommt. Drückt mir mal die Daumen.... dann sind wir vielleicht bald Besitzer einer Mühle nebst Müllerhaus. *grins*


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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2007, 11:32 
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Beiträge: 502
Wohnort: Berlin / Münchehofe (Brandenburg LDS)
Lieber Dietrich Maschmeyer,

in der Tat, die Erfahrungen mit ca. 500 Wohnungen in Eigentümergemeinschaften, deren Bau  ich als Architekt begleiten dürfte, sowie ca. 15 verschiedene Eigentümergemeinschaften mit denen wir im Rahmen von irgendwelchen Auseinandersetzungen (untereinander !) zu tun haben, drängen mir diesen Eindruck auf. Es ist selten der Fall, dass es wirklich reibungslos über die Bühne geht. Häufig sind schlicht vollkommen falsche Vorstellungen über diese Konstruktion und deren Möglichkeiten Ursache von Streitigkeiten - da würde häufig bereits eine Klärung im Vorfeld einiges an Zoff ersparen. Aber wie so häufig fangen die Protagonisten erst an sich mit dieser Thematik ernasthaft auseinanderzusetzen, wenn es darum geht das sich einzelne in ihren Rechten beschnitten fühlen ODER Geld in die Hand genommen werden muss (womöglich mit Sonderumlagen, weil die Instandhaltungsrücklgan zu gering sind....). Ansonsten ist das durch aus ein leistungsfähiges Instrument - aber eben mit Konfliktpotential...

Gruß, Sven.

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Teske + Schwiede Architekten
Sachverständige für Schäden an Gebäuden

Alle Beiträge im Forum sind ausschließlich allgemeine Betrachtungen und keinesfalls konkrete Sanierungsanleitungen oder Rechtsberatungen. Hierfür sind immer Einzelfallberatungen durch einen Sachkundigen vor Ort erforderlich.


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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2007, 11:56 
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Registriert: Sa 15. Feb 2003, 23:59
Beiträge: 888
Wohnort: Wolfenbüttel
... auch aus meinem Umfeld sind mir überwiegend problembehaftete Eigentümergemeinschaften bekannt.

Persönlich würde ich deshalb auch einen großen Bogen um WEGs machen, sofern andere Wege gangbar sind.

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AG-Bautechnik der IGB
Dipl.-Ing. Architekt

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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2007, 12:34 
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Ja wir möchten auch lieber das Grundstück geteilt haben und kaufen. Alles andere ist mir nicht so geheuer. :(
Nun drückt mir mal die Daumen, dass die MÜhle nicht so teuer wird. :(


EDIT

Die Tussi meint wirklich ihre MÜhle sei GOLD wert. *gack* Na super.... *heul*


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BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2007, 12:06 
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So... ich versuche weiter aus diesem Probelm der Grundstücksteilung schlau zu werden. Uns fehlen die geforderten Abstandsflächen. Ok, soweit klar.
Nun lese ich immer wieder dass es um Grundstücke geht die im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes liegen. Das tut unser Wunschgrundstück aber nicht, es ist ganz klarer Außenbereich. Gibts da andere Vorschriften? Kann da vielleicht doch geteilt werden? *hoffnungsschimmerhab*


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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2007, 00:55 
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Nein. Die Abstandsflächenverordnung - Teil der Bauordnung NRW - gilt zunächst überall. Im B-Plan-Gebiet kann dagegen festgelegt sein, dass Abstandsflächen unterschritten werden dürfen. In der Praxis gibt es nur zwei Extreme: Geschlossene Bauweise bzw. Anbauzwang und offene Bauweise. Bei Doppel- und Reihenhäusern gilt beides für ein Gebäude. Skurril aber wahr: Stünde die Mühle fugenlos an dem anderen gebäude, wäre die Teilung möglicherweise einfacher.

Wie gesagt: Besser Ihr kauft alles.


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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2007, 11:39 
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Besser alles kaufen! Ja gerne.... aber Madame will VIEL Geld für die Mühle. Und nutzen können wir sie auch nicht richtig.... also dafür dann soviel Geld? Die spinnt. :( Leider.


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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2007, 12:26 
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Beiträge: 767
Nichts ist in solchen Kaufverhandlungen angesagter als kühles Blut und Geduld. Üblicher Maklerspruch: "Da müssen sie sich jetzt aber schnell entscheiden. Ich habe da noch einen oder mehrere Interessenten, der den Kaufpreis durchaus attraktiv findet." - und Monate später hat er das Anwesen immer noch im Angebot! Makler sind Profis. Die haben schon Dutzende an Objekte verkauft. Der Käufer tätigt so ein Geschäft meist nur einmal im Leben, ist also blutiger Amateur. Ihr habt doch schon eine interessante Infromation: Mit einer Teilung wird das - so - nix. Das ist Euer Trumpf -. mit kühlem Blut betrachtet ! Natürlich kann es etwas dauern, bis die Besitzerin sich von ihren Träumen verabschiedet. Dafür braucht man dann das zweite: Geduld! Und die Zwischenzeit kann man nutzen, sich auch mal was anderes anzusehen. Ihr habt die Auswahl, der Verkäufer in der Regel nicht! Es ist viel Zeit, die man in die Besichtigung anderer Objekte steckt, aber die ist gut investiert. Wenn es um Fernseher oder Autos geht, werden stundenlang Prospekte und Tests gewälzt; beim Kauf von immobilien, die von den Auswirkungen auf die Lebens- und Finanzplanung her viel schwerer wiegen, weil sie einen mindestens auf 20 Jahre irgendwie binden, sollte man bereit sein, eine angemessenes Mass an Zeit - und ggf. auch zugekaufter Beratungskompetenz - zu investieren. Glaubt mir: Es lohnt sich!

Nüchtern betrachtet: Das Haus selbst ist nichts besonderes, eher ein starker Sanierungsfall. Von der Sorte gibt es viele. Also, mir persönlich käme es auf die Mühle an - in welcher Weise auch immer. Wenn Ihr an der aus nachvollziehbaren Gründen kein gesteigertes Interesse habt, würde m.E. nichts dagegen sprechen, sich mal nach einem anderen Objekt umzusehen. Ich persönlich würde da gern zu einem Baudenkmal raten, aber das müsstet Ihr auch wollen. Die vielgeschmähten Probleme dabei sind viel geringer, als es die öffentliche Meinung glauben machen will.

Um an solche Objekte ranzukommen, empfehle ich, die örtlichen Denkmalschutzbehörden anzusprechen. Vielleicht haben die gerade einen Problemfall, der sie drückt. Und ihr gebt in unserer Häuserbörse oder auch anderen mal ein Gesuch ab....


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BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2007, 13:27 
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Klar hast du Recht Dietrich! Wir haben auch schon viel Geduld in das Haus gesteckt. Seit 1,5 Jahren hab ich es im Auge.... mit dem Makler spreche ich schon gar nicht mehr, da wir den ablehnen... der Eigentümer aber an ihm festhält - ihn aber auch bezahlen wird.
Wir warten jetzt ab... ich habe ihr gesagt, dass sie so das Haus nicht einzeln verkaufen können und auch die MÜhle nicht einzeln verkaufen können. Nun wollen sie sich was überlegen.Sollen sie tun. Mich hetzt keiner. ;) Wir waren schon vor einem Jahr bereit das Haus zu kaufen - auch wenn es ein Sanierungsfall ist. ;) Aber da wurden wir uns mit dem Preis nicht einig. Nun ist es nicht viel günstiger geworden, aber wir haben gemerkt, dass solche Häuser in unserer Gegend leider nicht häufig zum Verkauf stehen. :( Und genau so eins - alter Ziegelbau - soll es halt sein. :) Klar würde mich die MÜhle auch reizen.... wäre schon toll das gute Stück sein Eigen nennen zu können, aber warten wir mal ab.
Ganz lieben Dank für eure Geduld beim Lesen und Antworten. :)

Sollte also jemand von euch ein ähnliches Objekt in der Nähe von Dortmund kennen..... her damit. *lach*


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