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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 20:30 
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Hallo und guten Tag,

wir sind seit kurzem Besitzer eines denkmalgesch. ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens. Eine der ersten Aufgaben ist es eine vernünftige Gebäudeversicheurng zu finden. Leider tun sich die üblichen Anbieter schwer mit der Prämienfindung. Sie setzen in ihren Angeboten als Gebäudewert meist die Wiederherstellkosten (für Fachwerk etc) an und schlagen noch mal 20 % wg. Denkmal auf. Das führt zu horrenden Prämien. Obwohl die Gebäude teils unrenoviert, teils in sehr einfachem technischen Zustand sind.

Gibt es Versicherer, die auf sowas spezialisiert sind?

Bin für jeden Hinweis / Erfahrungsbericht dankbar!

(Weitere Fragen folgen sicher;-)

Danke
Ludwig


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BeitragVerfasst: Di 22. Aug 2006, 23:25 
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Hallo Ludwig,
wo steht denn euer Haus? Evtl gibt es regionalversicherer, die günstige Prämien bieten. Wir haben eigentlich bei allen Versicherungsfragen (z.B. beim Haus Windheim No.2) gute Erfahrungen mit Versicherungsmaklern gemacht, die nicht nur eine Gesellschaft repräsentieren, sondern aus einem breiten Angebot günstige Vorschläge machen können. Zusätzliche Kosten entstehen dafür in der Regel nicht.
Beste Grüße
Wolfgang Riesner


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BeitragVerfasst: Mi 23. Aug 2006, 08:50 
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Registriert: Mo 5. Mai 2003, 13:03
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Hallo,
ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der LVM gemacht.
Gruss
Ralf

_________________
Äußerungen im Forum sind lediglich allgemeine Betrachtungen und daher reine Meinungsäußerungen. Bei Rechtsfragen wird in jedem Fall eine Beratung durch einen Rechtsanwalt empfohlen, bei Sanierungsproblemen eine Einzelberatung durch einen Sachkundigen vor Ort.


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BeitragVerfasst: Mi 23. Aug 2006, 14:47 
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Beiträge: 45
Hallo,
ich finde die Kalkulation mit Wiederherstellungskosten plus 20% Denkmalzuschlag nicht so unrealistisch. Man will ja auch im Schadensfall wiederherstellen, und da entstehen nun einmal die Kosten von heute.

Wenn man im Interesse des Einsparens von Prämie den Versicherungswert niedrig ansetzt, was bei einigen Versicherern möglich ist, muss man im Schadensfall mit dem "Einwand der Unterversicherung" rechnen, d.h. auch Schäden, die im Rahmen der Versicherungssumme liegen, werden nur teilweise ausgeglichen. Das ist dann ärgerlich.

Viele Grüsse
Hans-Jürgen Geilert


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BeitragVerfasst: Mi 23. Aug 2006, 22:32 
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Registriert: Di 14. Jun 2005, 22:48
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Hallo zusammen,
bei der Feuer-Sturm-Leitungswasserversicherung für unser Haus "Windheim No.2" ist die LVM leider deutlich teurer als die von unserem Versicherungsmakler vorgeschlagene Viktoria-Versicherung. Durch einen 5-Jahresvertrag werden wir noch einige Zeit die höhere Prämie zahlen müssen. Vorzeitig wollte uns die LVM auch nicht ziehen lassen. Das hätte unserem Verein doch richtig viel Geld erspart und der LVM meinen Groll und evtl. diese Zeilen.

Um dem Risiko der Unterversicherung vorzubeugen sollten schon realistische Werte als Versicherungssumme angenommen werden. Als Architekt habe ich natürlich den Vorteil, das selbst gut einschätzen zu können. Außerdem sollte die Versicherung eine Erklärung zum Unterversicherungsschutz abgeben. Das ist auch durchaus üblich. Ansonsten Finger weg von der Gesellschaft. Voraussetzung ist natürlich, wie gesagt, ein realistischer Wert.

Beste Grüße
Wolfgang Riesner


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BeitragVerfasst: Do 24. Aug 2006, 21:55 
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Danke für den Input soweit. Ein Versicherer forderte jetzt ein Sachverständigengutachten, damit ich "auf der sicheren Seite" sei. Mein Wunsch war es, eine sinnvolle Basisversicherung zu finden, die im Falle des Totalverlusts uns vor dem Bankrott schützt. sprich Belastungen plus eine Summe x deckt, mit der wir dann wenigstens uns ein Dach überm Kopf schaffen können. Einwand der Versicherer: Bei einem Teilschaden muss denkmalgerecht saniert werden. Beispiel: Baum stürzt aufs Dach, dann wird man nicht ein Eternitdach draufsetzen können, sondern muss wieder Eichendachstuhl mit Tonziegeln machen usw.

Ich bin übrigens Bauingenieur (aber nicht mehr in der Branche tätig), also eine Schätzung nach den üblichen Standards bekomme ich auch noch hin, aber mit dem historischen Bauweisen und deren Kosten kenn ich mich auch noch nicht so aus. Außerdem würde die VErsicherung eine Schätzung des Versicherungsnehmers im Schadenfall sicher anzweifeln.

Ich werd mal nach einem unabhängigen schauen. Ich hatte nämlich so Vergleiche im Internet gemacht und dann die günstigsten Versicherer gefragt. Zwei der absolut günstigsten haben es direkt abgelehnt, die anderen kommen jetzt mit diesen Forderungen nach Gutachten etc.

Gruß aus dem Rheinland
Ludwig


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BeitragVerfasst: Fr 17. Nov 2006, 15:26 
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Nur mal so als Zwischeninfo, denn das Thema ist immer noch nicht durch:

Als einigermaßen bezahlbar und realistisch in der Gebäudebewertung haben sich LVM, Bergische Feuerversicherung und (tatsächlich) Allianz erwiesen. Jedoch bis auf LVM ohne Unterversicherungsverzicht. LVM prüft derzeit noch in der Direktion, ob dies gewährt werden kan. Wenn ja, ist dieser Versicherer in unserem Fall erste Wahl.

Alles in allem ein schwieriger Prozess, einige Anbieter lagen bei der Prämie drei- bis 4fach höher als die o.g.. Und alle tun sich schwer mit der Bewertung.

Gruß
Ludwig


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BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2006, 00:35 
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Hallo Ludwig,
was ist mit Viktoria oder Gothaer? Ich würde mich an deiner Stelle an freie Versicherungsmakler wenden. Die wird es auch bei Euch geben und die können aus einem größeren Angebot an Gesellschaften die günstigsten herausfinden. Daß es besondere Schwierigkeiten bzw. höhere Prämien bei Denkmalen geben muß halte ich für nicht notwendig. Das ist jedenfalls kein Kriterium bei der Gebäudewertermittlung.
Gruß Wolfgang Riesner


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BeitragVerfasst: Sa 18. Nov 2006, 15:51 
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Viktoria hatte ich nicht auf dem Zettel, Gothaer hat auf meine Anfrage nicht reagiert.

Bei uns kommt hinzu, dass es ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen ist, teils noch mit Strohlagerung und hobbymäßiger Tierhaltung. Unabhängige hatte ich auch hier, da kam aber nichts vernünftiges. LVM und Bergische machten mir den kompetentesten Eindruck, weil sie auf Landwirtschaft spezialisiert sind.

Tipp für die Haftpflicht: wir haben bei der Nürnberger eine Allround-Haftpflichtversicherung für landwirtschaftliche Betriebe abgeschlossen. Die enthält Privat-, Gebäude-, Gewässerschaden-, Tierhalter- und Hundehaftpflicht in einem Vertrag für eine Prämie, die wesentlich günstiger ist als wenn man alles einzeln abschließt. R+V bietet sowas auch an.

Gruß
Ludwig


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BeitragVerfasst: Mo 20. Nov 2006, 00:17 
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Hallo Ludwig,
ich kenne euren Gebäudebestand zwar nicht, aber wenn möglich solltest du versuchen die ungünstigen Risiken, also speziell die Lagerung von Heu und Stroh, auf ein Gebäude zu beschrenken, das nicht so "wertvoll" ist. Für die Tierhaltung kann das auch gelten. Bei mir sind deshalb Srtohlagerung und Tiere aus dem Stallanbau am Haupthaus in ein separates Nebengebäude gewechselt, das ich unter anderem zu diesem Zweck errichtet habe.
Gruß aus Neuenknick
Wolfgang


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BeitragVerfasst: Fr 24. Nov 2006, 19:18 
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So, die LVM hat nach Prüfung der Direktion nun auch den Unterversicherungsverzicht abgelehnt. Jetzt kann ich wieder von vorn anfangen.

Kann jemand Prämie pro 1.000 EUR Versicherungssumme (Neuwert) nennen?

Bei den mir vorliegenden Angeboten sind es bei den teuren Angeboten mit Verzicht auf Unterversicherung 1 bis 2 EUR bei den Wohngebäuden (Feuer, Sturm, Leitungswasser), aber 3 bis 6 EUR für die Stall- und Scheunengebäude, obwohl da kein Leitungswasser bei ist. (Wir haben 2 Wohngebäude und 3 Stall/Scheunen/Betriebsgebäude auf dem Hof, die aber nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Da haut die hohe Stall-Prämie ganz schön rein).


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BeitragVerfasst: Fr 24. Nov 2006, 20:25 
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Hallo Ludwig,
bei Direktversicherern wirst Du ggf. alleine schlecht weiterkommen. Dafür gibt es Versicherungsmakler. Habe ich alles schon geschrieben. Du hast aber noch nichts darüber gesagt, mit welchem Ergebnis du diesen Weg bereits versucht hast.

Mein pro1000-Wert beträgt 0,70?. Versichert ist "ein ständig bewohntes Wohngebäude mit Garagen, Nebengebäuden und sonstigen Sachen am Risikoort als Neuwertversicherung mit Anpassung der Versicherungssumme an den aktuellen Neubauwert. Versicherte Gefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel." Eine Sondervereinbarung lautet: "Das Nebengebäude wird für folgende Zwecke genutzt: Garage, Haustiere/Nutztiere (Schafe), Futter/Streu." Unterversicherungsverzicht ist auch aufgenommen.

Bei dem selben Versicherungsmakler läuft auch meine Architektenhaftpflicht. Gesellschaft für beide unabhängigen Verträge ist die Generali.

Ruf mich, wenn du willst, mal an. 05705/7829, ggf. Nachricht auf AB hinterlassen.
Gruß Wolfgang


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BeitragVerfasst: Mo 27. Nov 2006, 17:05 
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Hallo Wolfgang,

ein unabhängiger Makler war dreimal hier, u.a.mit einem Experten, legte dann ein absolut teures Angebot vor, lag bei knapp 3EUR pro 1.000 Versicherungssumme.

Direktversicherungen ist klar, die hab ich gleich zu Beginn verworfen.

Mein Gefühlist, dass die vor dem Denkmalschutz so Bammel haben.

Ich rufe gern mal an. 0,70 klingt sehr gut. Damit wäre ich gut bedient.

Gruß
Ludwig


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BeitragVerfasst: Mi 18. Apr 2007, 22:45 
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So,

zwischenzeitlich haben wir nun eine Versicherung. Von der R+V mit Unterversicherungsverzicht und Berücksichtigung Denkmalschutz. Kosten ca. 1,36 EUR pro 1000 EUR Versicherungssumme. Drunter war nichts zu finden, hab Monate gesucht und mindetens ein Dutzend Versicherungsheinis auf dem Hof gehabt.

Ironie der Geschichte: Vertragsabschluss war ein paar Tage vor Kyrill. Da flogen ein paar Ziegel weg und zwei Riesenbäume kippten um. Die haben anstandslos gezahlt.

Gruß
Ludwig


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