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der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. - IGB
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BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2007, 11:27 
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Frage: Kennt jemand Literatur, Websites, Broschüren, etc, aus der die unterschiedlichen Wartungsintervalle bei Fachwerkfassaden hervorgehen.
Insbesondere interessiert mich der Wartungsaufwand bei Lehmfachwerk mit unterschiedlichen Putzaufbauten.
Fg
Ralf

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BeitragVerfasst: Do 19. Apr 2007, 13:13 
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Hallo Ralf,

ich kann mir nicht vorstellen, dass es gelingen könnte dieses Thema so zu verallgemeinern, dass eine brauchbare Broschüre oder gar ein Buch dabei heraus kommen könnte. Dafür sind die zahlreichen, unterschiedlichen Einflussfaktoren (Standort, Fassadenausrichtung, Verarbeitungsqualität, Holzart, Putzaufbau ...) m.E. einfach zu individuell.

Gruß

Stefan

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BeitragVerfasst: Fr 20. Apr 2007, 09:12 
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Hallo Stefan,
So zahlreich und unterschiedlich sind die Einflussfaktoren nun auch wieder nicht. Sicherlich hat der Standort etc. einen Einfluss. Bei genauer Untersuchung dürften aber sehr wohl Erkenntnisse zu bekommen sein, die mindestens Aussagen zulassen wie: stark bewitterte Fassaden haben Intervalle von 2-3 Jahren, in mittleren Beanspruchungszonen 4-5 Jahre etc..
Die Verarbeitungsqualität lasse ich in diesem Zusammenhang nicht wirklich gelten. Wenn schlecht gearbeitet wurde, handelt es sich um eine Mängelbeseitigung und nicht um Wartung.
So Individuell wie in Ihrem aussehen sind Fachwerkhäuser in Ihrem Aufbau letztlich dann nun doch wieder nicht, das man nicht eine Art Bauteilkatalog entwickeln und damit eine Vergleichsgrundlage schaffen könnte.
Gruß
Ralf

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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 00:20 
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Hallo Ralf,

Sofern nur die Oberflächen in Betracht gezogen werden, sollte eine grobe Einschätzung sicher möglich sein - aber wir haben dummerweise Fugen am laufenden Meter  :o
Stiele und Streben, an denen das Wasser zum Fuß runterläuft, um dort vielleicht zielgenau im Zapfenloch zu verschwinden ...  ::)
Ausfachungen mit unterschiedlichsten bauphysikalischen Eigenschaften hinsichtlich der kapillaren Leitfähigkeit, des Austrocknungsverhaltens, des Quellen und Schwindens - und der Positionierung im Fachwerk
Die unterschiedlichen Holzarten nicht zu vergessen ...
... und dann auch noch die diversen Anstrichvarianten von hilfreich bis schauderhaft Bauteil schädigend  :P
Wenn ich noch 'n Momentchen nachdenke wird die Liste auch problemlos länger.

Sorry, aber das alles dann auch noch in Kombination mit den Himmelsrichtigen respektive Bewitterungssituationen systematisieren und KORREKT analysieren zu wollen, halte ich für ein unmögliches Unterfangen.

Die Bauphysiker (zumindest die für die DIN etc. zuständigen) kriegen es ja noch nicht einmal hin, die bauphysikalischen Verhältnisse innerhalb von Wandaufbauten gesichert zu berechnen, die seit -zig Jahren am Bau in der Praxis zu bewundern sind  :'(

Aber das kennst Du ja alles selbst zur Genüge - sonst hättest Du Dir mit Deiner Hüllflächentemperierung schließlich schon längst den Hintern abgefroren  ;)

Herzliche Grüße

Stefan

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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 09:24 
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na dann mal anders herum.
Was sagen den so ein alter Fuchs wie Du und ich einem Bauherren, dem wir empfehlen, sein Strohlehmwickelgefach mit einem Lehmputz zu versehen (schön nach Befund) und einen Silikatanstrich aufzubringen, der aber sagt, ?nee, son Quatsch mache ich nicht, dann muss ich ja jedes Jahr meine Fassade neu machen.?
Was ich damit sagen will ist, es geht nicht um eine Normierung od. äh., sondern um eine ungefähre Abschätzung. Aber ich Suche einfach mal weiter.

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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 18:35 
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:D ... dann müssten wir zumindest schon einmal den Silikatanstrich gegen einen Kalkanstrich oder sogar gegen einen aufgespachtelten Haarkalkmörtel tauschen ...

Ich sage meinen Bauherren aus meiner bisherigen Erfahrung - und ich stelle immer wieder erschrocken fest, dass ich ja dann doch schon eine ganze Weile dabei bin - , dass Lehmputz im Außenbereich durchaus möglich ist, WENN es sich nicht gerade um die ausgesprochenen Wetterseite handelt und ein hinreichend großer Dachüberstand zum Schutz der Gefache vor zu heftiger Beregnung vorhanden ist. Bei älteren Gebäuden findet sich letzteres Merkmal deutlich eher, als bei jüngeren Gebäuden (nach ca. 1750  :D ) - hier ist dann aber auch wieder die Gebäudehöhe von Bedeutung. Zweiter Aspekt: Wenn der Bauherr technisch in der Lage und Willens ist, Reparaturen selbst auszuführen, kann er den puristischen Zweig schon eher gehen.

Anderenfalls kann ein sorgsam ausgeführter Kalkputz auf Lehmausfachungen durchaus auch beschränkt wetterseitentauglich sein und viele Jahre Schadenfrei überstehen. Wichtig ist nach meiner Erfahrung, dass die Ausfachung eine hohe kapillare Leitfähigkeit hat und ein Großteil des Schlagregens garnicht erst die angrenzenden Fugen erreicht!

Die Wartungsintervalle dürften bei fachgerechter Ausführung je nach Variante und Ausrichtung zwischen 10 - 30 Jahren liegen. Um Folgeschäden vorzubeugen, würde ich aber eine regelmäßige Durchsicht der FAssaden im 1-2-jährigen Rhythmus empfehlen!

... melde mich vorerst ab - wegen eines anderen Termins  ;)

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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 19:13 
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siehste, geht doch.  ;D
warum keinen Silikatanstrich?

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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 23:28 
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;D ... weil die den damals meines Wissens noch nicht zur Verfügung hatten ...  ;D

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